Therapeutischer Schwerpunkt

Meine therapeutische Arbeit ist insbesondere durch die Schematherapie und die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) geprägt.

Dabei verbinde ich ein tiefes Verständnis für die persönliche Lebensgeschichte mit         einem ressourcen- und gegenwartsorientierten Blick auf Veränderung.

 
Schematherapie
Alte Muster verstehen und neue Wege entwickeln

Manchmal erleben wir immer wieder ähnliche Schwierigkeiten: Wir zweifeln an uns, haben Angst vor Ablehnung oder verlassen zu werden, stellen die eigenen Bedürfnisse zurück oder geraten in Beziehungen in wiederkehrende Konflikte.

Oft wissen wir sogar, dass wir etwas verändern möchten – und reagieren dennoch immer wieder auf eine vertraute Weise.

Die Schematherapie hilft dabei, solche tief verankerten Muster zu verstehen und nachhaltig zu verändern.

 

Was sind Schemata?

Schemata sind tief verankerte Denk- und Gefühlsmuster darüber, wie wir uns selbst, andere Menschen und die Welt erleben.

Sie entstehen häufig in der Kindheit und Jugend, insbesondere wenn wichtige emotionale Bedürfnisse über längere Zeit nicht ausreichend erfüllt wurden.

Daraus können beispielsweise Überzeugungen entstehen wie:

  • „Ich bin nicht gut genug.“
  • „Ich bin nicht wichtig.“
  • „Ich kann anderen nicht vertrauen.“
  • „Ich muss es allen recht machen.“
  • „Ich darf keine Fehler machen.“

Solche tiefsitzenden Muster laufen häufig automatisch ab und beeinflussen, wie wir Situationen wahrnehmen, welche Gefühle entstehen und wie wir uns verhalten.

 

Veränderung durch Verstehen und neue Erfahrungen

In der Therapie schauen wir gemeinsam darauf, welche Muster Sie begleiten, woher sie kommen und wie sie Ihr heutiges Leben beeinflussen.

 

Ein wichtiger Bestandteil ist die Arbeit mit sogenannten Modi. Damit sind unterschiedliche innere Zustände oder Seiten gemeint – beispielsweise ein verletzlicher Anteil, ein strenger innerer Kritiker oder ein Anteil, der versucht, schwierige Gefühle zu vermeiden.

Ziel ist es, diese inneren Muster zunehmend zu erkennen und einen hilfreichen Umgang mit ihnen zu entwickeln.

Dabei geht es auch darum, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen, Grenzen zu setzen, Selbstmitgefühl zu entwickeln und Beziehungen bewusster zu gestalten.

Worum es letztlich geht

Die Vergangenheit lässt sich nicht verändern. Aber wir können lernen, anders mit dem umzugehen, was wir aus ihr mitgebracht haben.

 

 

ACT – Akzeptanz- und Commitment-Therapie
Das eigene Leben nach den persönlichen Werten gestalten

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) unterstützt dabei, einen flexibleren Umgang mit schwierigen Gedanken, Gefühlen und inneren Erfahrungen zu entwickeln.

Oft versuchen wir, unangenehme Gefühle wie Angst, Unsicherheit oder Traurigkeit möglichst schnell loszuwerden. Doch der ständige Kampf gegen das eigene Erleben kann viel Kraft kosten und dazu führen, dass wir unser Leben zunehmend danach ausrichten, was wir vermeiden möchten.

 

ACT setzt hier an: Sie lernen, Gedanken und Gefühle wahrzunehmen und anzunehmen, ohne dass diese automatisch bestimmen müssen, wie Sie handeln.

 

Ein zentraler Bestandteil sind Ihre persönlichen Werte

  • Was ist Ihnen wirklich wichtig? 
  • Wie möchten Sie leben und als Mensch sein? 
  • Und welche Schritte können Sie in diese Richtung gehen – auch wenn Ängste, Zweifel oder andere schwierige Gefühle dabei sind?

Ziel ist mehr psychologische Flexibilität: die Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen mit sich selbst in Kontakt zu bleiben und gleichzeitig so zu handeln, dass es dem eigenen Leben und den persönlichen Werten entspricht.

 

 

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